Markensiegel-Lieferant:innen im Fokus: Televes

Das oberste Ziel: Unabhängigkeit von Zweit- und Drittlieferant:innen

Wir begrüßen heute Herrn Dienst zum Interview, den Geschäftsführer von Markensiegel-Lieferant:in Televes. Im launigen Gespräch erzählt er von seinem Werdegang, dem innovativen Vorzeigeprojekt “Overlight” und dem obersten Ziel bei Televes: Alle Produkte und Technologien sollten im Haus entwickelt und produziert werden, unabhängig von Zweit- und Drittlieferant:innen.

Ein Interview

Herr Dienst, erzählen Sie uns doch etwas über Ihren Werdegang, bevor Sie Geschäftsführer bei Televes wurden:

Dienst: Ich komme aus der Mitte von Deutschland (Hessen) und habe in Darmstadt Elektrotechnik studiert. Nach einigen Jahren merkte ich, dass da mehr als nur Technik sein muss und habe dann noch einmal am St. Gallener Management Institut das General Management-Diplom abgelegt.

Mein kompletter beruflicher Werdegang hat etwas mit der Antennenindustrie bzw. mit der Übertragung von Telekommunikationsdienstleistungen über Infrastrukturen im Haus zu tun. Gestartet bin ich vor über 30 Jahren bei der Fa. Hirschmann und hatte dort die verschiedensten Leitungsfunktionen inne, vom Leiter Technik, über das Produktmanagement, der Vertriebsleitung bis hin zum Prokuristen. Nach der Übernahme von Hirschmann war ich dann einige Jahre als Geschäftsführer bei Triax für die DACH-Region zuständig. Inzwischen verantworte ich seit fast 10 Jahren, bei der europäischen Nummer 1, die Geschäftsführung für den kompletten deutschsprachigen Raum.

Neben meiner Funktion als Geschäftsführer bei Televes ist mir die Verbandsarbeit in der Branche ebenfalls sehr wichtig. So bin ich seit fast 20 Jahren im Vorstand des Deutschen Fachverbands der Elektroindustrie ZVEI FV 29 und verantworte als Vorsitzender der Geschäftsführung zusätzlich die Geschicke des Industrieverbands AG SAT in Deutschland.

 

Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei Ihnen aus?

Dienst: Mir ist die Nähe zu den Kund:innen extrem wichtig und damit auch mein Netzwerk im Markt. Daher gibt es bei der Televes in Deutschland keine typische Vertriebsleitung – das sehe ich mit als meine zentrale Aufgabe. Mir ist es wichtig, persönlich zu spüren, was sich am Markt tut und dann auch das direkte Feedback von Kund:innen zu erhalten. Daher bildet ein typischer Arbeitsalltag den Mix aus Kund:innenbesuchen, Gesprächen mit meinen Vertriebsmitarbeiter:innen aber auch intern die Umsetzung der Erfahrungen aus den Vertriebsgesprächen. Sei es zusammen mit dem Marketing oder auch der Technik.

Ich denke, diese enge Verzahnung macht den Erfolg von Televes in den letzten 10 Jahren aus. Als internationaler Konzern sehe ich mich dann noch als Sparingspartner zur Muttergesellschaft, um zum einen die Firmenstrategie der Gesellschaft in der DACH-Region umzusetzen, aber umgekehrt auch die Impulse der stärksten Niederlassung von Televes in das Headquarter für zukünftige Strategien zurückzugeben.

Gibt es bei Ihnen im Unternehmen ein Projekt, das uns aufgrund innovativer Aspekte den Weg in die Zukunft weisen wird?

Dienst: „Overlight“ – Satellit über Glasfaser. Der Optik und damit der Glasfaser gehört sicher die Zukunft. Die Glasfaser ist das leistungsstärkste Medium und daher werden auch immer mehr Netze in Glasfaser realisiert.

Das bedeutet?

Dienst: Die Glasfaser rückt auch immer mehr zum Haus und inzwischen auch ins Haus. Glasfaserausbau heißt aber nicht alleine, dass die früheren BK-Anlagen in Glas ausgebaut und umgebaut werden, der Glasfaserausbau über Satellit hat in Zukunft eine große und zentrale Bedeutung.

Bei Televes heißt das System „Overlight“ – hierbei können über Glasfaser Satellitenprogramme in SAT-ZF übertragen werden. Das ermöglicht den Anschluss von vielen Teilnehmer:innen über weite Entfernungen ohne größere Verstärkungen. Ideal also für Stadtwerke, die Wohnungswirtschaft, aber auch größere Gebäudekomplexe.

Wie kam es zu dieser Idee? Wer steckt dahinter?

Dienst: Televes wurde vor über 60 Jahren im spanischen Santiago di Compostella gegründet. Damals gab es in der Region noch keinen Flughafen, keinen ICE-Bahnhof und keine Autobahn. Dadurch ist seit Beginn der Firmengründung das oberste Ziel von Televes unabhängig von Zweit- und Drittlieferant:innen zu sein und möglichst alle Produkte und Technologien selbst zu entwickeln und zu produzieren.

So liegt die Eigenquote bei Televes bei über 80%. Es ist auch konsequent, dass Televes bei allen neuen Technologien von Beginn an auf Eigenkompetenz baut, daher war es der logische Schritt, dass Televes eine Lösung für die optische Übertragung von Satellitensignalen selbst entwickelt und produziert.

In Österreich wie auch in Deutschland hat der Satellitenempfang als Übertragungsweg Nr. 1 eine zentrale Bedeutung. Kein Übertragungsweg kann solch eine Vielzahl an TV-Programmen in der gleichen Qualität an die unterschiedlichsten Standorte und Regionen übertragen.

Die optische Übertragung bietet den Vorteil, dass man große Entfernungen und viele Teilnehmer:innen, aufgrund der niedrigen Dämpfung bei der Optik, kostengünstig und ohne viel Stromverbrauch erreichen kann. Gerade in Hotels aber auch anderen Projekten, bei den die TV-Programme über große Entfernungen übertragen werden sollen, ist das eine hervorragende Lösung.

 

Und Ihrer Meinung nach: Inwiefern trägt die Unternehmenskultur zu einer solchen Innovation bei? 

Dienst: Die Unternehmenskultur spielt hier eine sehr große Rolle. Solche Produktwünsche kommen von den Kund:innen über den Vertrieb in die Firma. Unsere Mitarbeiter:innen sind hervorragend technisch geschult und können daher aus der Praxis beste Impulse geben, was der Markt wünscht und wohin die Reise geht. Solche Produkte haben keine Chancen, wenn sie auf dem Reisbrett entwickelt werden.

Entscheidend ist, dass schon in der Produktentstehungsphase Kund:innen, wie auch unterschiedliche Abteilungen, wie zum Beispiel Planungsabteilung, Service und die Logistik frühzeitig mit eingebunden werden. Dies können wir alles an unserem deutschen Standort in Köngen bei Stuttgart jederzeit sicherstellen.

 

Was ist Ihr Wunsch für die Zukunft? Für Televes, aber auch für unsere Branche?

Dienst: Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass wir wieder etwas mehr Verlässlichkeit und Ruhe in die Branche und auch die Welt bekommen. Die aktuellen Entwicklungen der letzten 3 Jahre, von Corona über Probleme in den Lieferketten bis hin zu den aktuellen Preisentwicklungen, haben viel Kraft gekostet und es sind einige Werte auf der Strecke geblieben, die einfach zu einer Partnerschaft dazugehören. Hier wünsche ich mir einfach wieder mehr Transparenz und auch planbare wirtschaftliche Prozesse für alle in der Kette.

Für Televes und mein Team wünsche ich mir, dass unser Bemühen am Markt, mit einem guten Service und technisch innovativen Produkten noch mehr Kund:innen zu gewinnen, erfolgreich ist.

Vielen Dank für das Interview, Herr Dienst!

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Pia Homeister
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